Inhaltsverzeichnis:
- Gerhard Richter und internationale Namen
- Anne Meerpohl zwischen Atelier und Förderprogramm
- Penny Monogiou und die Realität des Kunstbetriebs
- Oliver Lähndorf über Chancen und Grenzen
Gerhard Richter und internationale Namen
Vielfalt in den Messehallen
Die Zahl der vertretenen Galerien gehört zu den größten Auftritten der Affordable Art Fair in Hamburg der vergangenen Jahre. Die Messe setzt auf eine große Bandbreite. Rund 80 Aussteller zeigen hunderte Gemälde, Drucke und Objekte. Kurze Wege erleichtern den Überblick.
- Werke aus mindestens 2 Kontinenten
- Beteiligung namhafter Künstler wie Gerhard Richter
- Teilnahme von Streetart-Künstlern aus Los Angeles
Nachwuchsprogramme
Im Fokus steht das Förderprogramm Emerging Artist. Drei Künstlerinnen erhalten hier eine eigene Präsentationsfläche. Anne Meerpohl ist eine von ihnen. Ihre abstrakten, matt-bunt gehaltenen Malereien sind teils in ungewöhnlichen Formaten gestaltet. Sie sagt: "So eine Messe ist wichtig für mich, weil sehr viele Menschen kommen und meine Arbeit sehen." Ein weiterer Bestandteil ihrer Arbeit ist die kuratorische Assistenz an der Hamburger HfbK. Die Messe ergänzt ihre tägliche Praxis und steigert die Sichtbarkeit.
Anne Meerpohl zwischen Atelier und Förderprogramm
Arbeitsalltag und Wahrnehmung
Ihre Werke sollen auf der Verkaufsmesse klar herausstechen. Meerpohl hat ihr Studium vor rund drei Jahren abgeschlossen. Seit etwa 18 Monaten arbeitet sie zusätzlich kuratorisch. Viele Besucherinnen und Besucher passieren ihre Arbeiten im Laufe der Messetage. Die Plattform zählt damit zu einem Baustein ihres beruflichen Weges.
Organische Formen
Ihre Bilder leben von organischen, weichen Kanten. Mehrere Leinwände überschreiten klassische Formate. Das erleichtert den Wiedererkennungswert.
- Abstrakte Formen
- Ungewöhnliche Bildgrößen
- Matt-bunte Oberflächen
Penny Monogiou und die Realität des Kunstbetriebs
Breites Aufgabenspektrum
Penny Monogiou, 36, zeigt großformatige Werke. Sie stammt aus Zypern, studierte in Athen und arbeitet seit mehr als 10 Jahren als Künstlerin. Sie sagt: "Es ist eine große Bandbreite an Aufgaben, der man sich als Künstlerin stellen muss." Dazu gehören Social Media, Newsletter und Netzwerkpflege. Zeit für Kunst bleibt oft nur begrenzt.
Galerie als Partner
Messechef Oliver Lähndorf hebt eine Empfehlung hervor. Er sagt: "Ich glaube, auch in 2025 ist es sehr sinnvoll, eine Galerie zu haben, die einen vermarktet." Eine solche Galerie übernimmt Programme, verkauft und plant. Gleichzeitig schließen seit der Corona-Zeit viele Häuser. Monogiou beschreibt daher hohe Hürden. Veränderungen im Markt betreffen insbesondere ausländische Kunstschaffende. Auch andere Branchen in Hamburg passen sich an neue Bedingungen an, etwa der Veranstaltungsbereich, in dem zuletzt Formate wie die Premiere im Hamburger Club Docks stattfanden.
Oliver Lähndorf über Chancen und Grenzen
Marktmechanismen
Lähndorf hält den Kunstmarkt für anspruchsvoll. Talent, Ausdauer und Durchsetzungsfähigkeit spielen große Rollen. Leicht sei es selten. Dennoch entstehen Chancen, wenn Künstlerinnen und Künstler sichtbar bleiben. Meerpohl plant, mindestens ein Werk zu verkaufen. Sie sagt: "Ich glaube, diese Illusion von einem konkreten Ziel, die hab' ich und verfolge ich momentan nicht."
Öffnungszeiten der Messe
Die Affordable Art Fair ist bis Sonntag geöffnet:
- Donnerstag bis 22 Uhr
- Freitag und Sonnabend bis 20 Uhr
- Sonntag bis 18 Uhr
Die Arbeiten von Meerpohl und Monogiou sind im Bereich Emerging Artist zu sehen. Weitere Kulturthemen der Stadt betreffen parallel andere Bereiche, etwa sicherheitsrelevante Entwicklungen wie den Einbruch im Hamburger Hafen, der ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgt.
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Quelle:NDR, WEBRIVAIG