Dienstag, 02 September 2025 11:18

Aussage von Gerhard Delling im Prozess um die Block-Kinder

Gerhard Delling vor dem Hamburger Landgericht Gerhard Delling vor dem Hamburger Landgericht Pixabay/Foto illustrativ

Am Dienstag hat vor dem Hamburger Landgericht der Journalist Gerhard Delling ausgesagt. Ihm wird Beihilfe bei der Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block aus Dänemark vorgeworfen. Er soll das Treffen zwischen Mutter und Kindern organisiert und die Rückkehr nach Hamburg koordiniert haben. Außerdem besteht der Verdacht, dass er gegenüber Ermittlern falsche Angaben gemacht hat.

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Gerhard Delling vor dem Hamburger Landgericht

Delling hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er betonte, niemals etwas Unrechtes tun oder Gewalt anwenden zu wollen. Vor Gericht sagte er wörtlich: "Ich hätte niemals gedacht, dass ich als absolut rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht stehen würde." Laut seiner Aussage habe er Christina Block lediglich Mut zugesprochen und ihre Lage nachvollziehen wollen. Auf konkrete Fragen der Anklage ging er nicht ein.

  • Unterstützung bei Treffen in Baden-Württemberg
  • Vorwurf der falschen Angaben gegenüber Kriminalbeamten
  • Abstreiten jeglicher Gewalt oder illegaler Handlungen

Anwalt David Rieks verteidigt Delling

Dellings Rechtsanwalt David Rieks bezeichnete die Vorwürfe bereits zum Auftakt des Prozesses als haltlos. Er verwies darauf, dass der Ex-Mann von Christina Block die Kinder über Jahre hinweg rechtswidrig zurückgehalten habe. Laut Rieks wird Delling nicht beschuldigt, an der gewaltsamen Verbringung beteiligt gewesen zu sein. Es gehe lediglich um den Vorwurf, er habe seine Lebensgefährtin unterstützt, als die Kinder schon wieder in Deutschland waren.

Kernaussagen der Verteidigung

  1. Kein direkter Anteil an der Entführung
  2. Unterstützung nur im privaten Umfeld
  3. Fehlende Grundlage für eine strafrechtliche Verurteilung

Christina Block und die Rolle ihres Umfelds

Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, soll laut Anklage die Entführung in Auftrag gegeben haben. Diese Anschuldigung wies sie in einer Erklärung vor Gericht zurück. Neben ihr und einem Anwalt der Block-Gruppe steht ein 36-jähriger Israeli vor Gericht.

Geständnis des Mitangeklagten Israelis

Der Israeli ist der einzige Angeklagte in Untersuchungshaft. Er hat vor der Strafkammer gestanden, in der Silvesternacht 2023/24 die beiden Kinder gewaltsam aus der Obhut des Vaters in Dänemark entführt zu haben. Die Kinder waren damals zehn und dreizehn Jahre alt. Nach Angaben der Ermittler war er nicht allein, sondern handelte zusammen mit weiteren Beteiligten.

Die kommenden Verhandlungstage sollen klären, in welchem Umfang die einzelnen Angeklagten an der Planung und Durchführung der Entführung beteiligt waren. Das Hamburger Landgericht hat dafür mehrere Termine angesetzt.

Quelle: NDR, webrivaig.com/de