Inhaltsverzeichnis:
- Gerhard Delling vor dem Hamburger Landgericht
- Anwalt David Rieks verteidigt Delling
- Christina Block und die Rolle ihres Umfelds
- Geständnis des Mitangeklagten Israelis
Gerhard Delling vor dem Hamburger Landgericht
Delling hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er betonte, niemals etwas Unrechtes tun oder Gewalt anwenden zu wollen. Vor Gericht sagte er wörtlich: "Ich hätte niemals gedacht, dass ich als absolut rechtstreuer Bürger jemals vor Gericht stehen würde." Laut seiner Aussage habe er Christina Block lediglich Mut zugesprochen und ihre Lage nachvollziehen wollen. Auf konkrete Fragen der Anklage ging er nicht ein.
- Unterstützung bei Treffen in Baden-Württemberg
- Vorwurf der falschen Angaben gegenüber Kriminalbeamten
- Abstreiten jeglicher Gewalt oder illegaler Handlungen
Anwalt David Rieks verteidigt Delling
Dellings Rechtsanwalt David Rieks bezeichnete die Vorwürfe bereits zum Auftakt des Prozesses als haltlos. Er verwies darauf, dass der Ex-Mann von Christina Block die Kinder über Jahre hinweg rechtswidrig zurückgehalten habe. Laut Rieks wird Delling nicht beschuldigt, an der gewaltsamen Verbringung beteiligt gewesen zu sein. Es gehe lediglich um den Vorwurf, er habe seine Lebensgefährtin unterstützt, als die Kinder schon wieder in Deutschland waren.
Kernaussagen der Verteidigung
- Kein direkter Anteil an der Entführung
- Unterstützung nur im privaten Umfeld
- Fehlende Grundlage für eine strafrechtliche Verurteilung
Christina Block und die Rolle ihres Umfelds
Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, soll laut Anklage die Entführung in Auftrag gegeben haben. Diese Anschuldigung wies sie in einer Erklärung vor Gericht zurück. Neben ihr und einem Anwalt der Block-Gruppe steht ein 36-jähriger Israeli vor Gericht.
Geständnis des Mitangeklagten Israelis
Der Israeli ist der einzige Angeklagte in Untersuchungshaft. Er hat vor der Strafkammer gestanden, in der Silvesternacht 2023/24 die beiden Kinder gewaltsam aus der Obhut des Vaters in Dänemark entführt zu haben. Die Kinder waren damals zehn und dreizehn Jahre alt. Nach Angaben der Ermittler war er nicht allein, sondern handelte zusammen mit weiteren Beteiligten.
Die kommenden Verhandlungstage sollen klären, in welchem Umfang die einzelnen Angeklagten an der Planung und Durchführung der Entführung beteiligt waren. Das Hamburger Landgericht hat dafür mehrere Termine angesetzt.
Quelle: NDR, webrivaig.com/de