Dienstag, 03 Februar 2026 12:39

Februar in der Elbphilharmonie

Musikalische Höhepunkte mit internationalen Künstlern in der Elbphilharmonie. Musikalische Höhepunkte mit internationalen Künstlern in der Elbphilharmonie. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der Winter zeigt sich in Hamburg weiterhin zurückhaltend. Das Konzertprogramm der Elbphilharmonie bietet im Februar konkrete Anreize, den Weg an die Elbe dennoch einzuplanen. Mehrere Veranstaltungen sind noch nicht ausverkauft. Im Fokus stehen große Namen, selten gespielte Werke und klar umrissene musikalische Konzepte. Die Termine verteilen sich auf Großen und Kleinen Saal. Einen Überblick über Konzerte im Februar in Hamburg zeigt die aktuelle Entwicklung im Kulturbereich der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

NDR elbphilharmonie orchester Alan Gilbert

Am 4. Februar um 20 Uhr sowie am 7. Februar mit möglichen Restkarten dirigiert Alan Gilbert ein Programm mit Bezug zum Orpheus-Mythos. Gilbert ist Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters und zugleich Musikdirektor der Königlichen Oper in Stockholm. Drei Chorwerke stehen im Zentrum. Hans Werner Henze, 1926 geboren und 2012 gestorben, komponierte Orpheus Behind The Wire im Jahr 1983 nach Gedichten von Edward Bond. Einojuhani Rautavaara vertonte in Orpheus singt Texte von Rainer Maria Rilke, der vor 100 Jahren starb. Ergänzend erklingt die Orphic Hymn des isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson. Den Abschluss bildet Ludwig van Beethovens Dritte Sinfonie Eroica.

Richard Strauss Elektra Karita Mattila

Am 13. und 15. Februar folgt Richard Strauss’ Oper Elektra in konzertanter Aufführung. Das Werk basiert auf der antiken Tragödie um Elektra, Tochter des Agamemnon. Strauss komponierte den Einakter 1909. Die Musik gilt als dicht, laut und extrem. Die Rolle der Klytämnestra übernimmt Karita Mattila. Die finnische Sopranistin zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen ihres Fachs. Elektra gehört zu den anspruchsvollsten Partituren des Komponisten und unterscheidet sich deutlich von späteren Opern wie Der Rosenkavalier. Der Abend reiht sich ein in eine intensive Kulturwoche in Hamburg mit starker klassischer Präsenz.

Benjamin Appl György Kurtág

Am 17. Februar um 19.30 Uhr gestaltet Benjamin Appl einen Liederabend im Kleinen Saal. Zwei Tage später begeht György Kurtág seinen 100. Geburtstag. Appl arbeitete seit 2019 mehrfach mit dem Komponisten zusammen. Das Programm verbindet Robert Schumanns Dichterliebe, basierend auf Texten von Heinrich Heine, mit Kurtágs Hölderlin-Gesängen. Die Auswahl stellt romantische Liedtradition und zeitgenössische Reduktion direkt gegenüber. Beide Zyklen existieren auch als gemeinsame CD-Produktion.

Le concert olympique Jan Caeyers

Am 19. Februar wird das Projekt Beethoven 27 fortgesetzt. Initiator ist der Musikwissenschaftler, Dirigent und Beethoven-Biograf Jan Caeyers. Le Concert Olympique tritt gemeinsam mit dem Pianisten Kit Armstrong auf. Ziel des Projekts ist die Aufführung von 27 Schlüsselwerken Beethovens in verschiedenen Ländern der Europäischen Union. In Hamburg steht ein Präludium aus Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier am Beginn. Es folgt Beethovens Erstes Klavierkonzert. Ergänzt wird das Programm durch die sogenannte Sturm-Sonate, deren Beiname nicht vom Komponisten stammt.

Ensemble Resonanz Riccardo Minasi

Am 20. Februar widmet sich das Ensemble Resonanz Vincenzo Bellinis Oper I Capuleti e i Montecchi. Die Aufführung findet im Großen Saal statt. Riccardo Minasi dirigiert. Bellinis Werk basiert auf der Romeo-und-Julia-Thematik. Das Ensemble Resonanz ist für stilistische Vielfalt bekannt, Opernproduktionen gehören jedoch nicht zum Kernrepertoire. Bereits 2023 arbeitete das Ensemble mit Minasi an Bellinis Norma. Die Partie der Giulietta übernimmt die Sopranistin Elsa Dreisig. Weitere kulturelle Hintergründe finden sich mehr hier.

Tanya Tagaq Katajjak

Am 27. Februar beschließt Tanya Tagaq das Monatsprogramm im Kleinen Saal. Sie stammt aus Kanada und beherrscht den traditionellen Inuit-Kehlkopfgesang Katajjak. Diese Gesangstechnik ist mehrere tausend Jahre alt. Tagaq zählt zu den wenigen Frauen, die Katajjak professionell ausüben. Sie schätzt, dass weniger als 50 von rund 80.000 Inuit in Kanada diese Kunstform praktizieren. Der Gesang besitzt kulturelle und identitätsstiftende Bedeutung.

Informationen zu Terminen und Karten sind über die Website der Elbphilharmonie abrufbar.

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FAQ

Welche Konzerte bietet die Elbphilharmonie im Februar?

Im Februar stehen Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Liederabende, Opernaufführungen sowie internationale Gastensembles im Großen und Kleinen Saal auf dem Programm.

Wer dirigiert das NDR Elbphilharmonie Orchester Anfang Februar?

Anfang Februar wird das NDR Elbphilharmonie Orchester von Alan Gilbert dirigiert, der zugleich Musikdirektor der Königlichen Oper in Stockholm ist.

Welche Oper von Richard Strauss wird im Februar aufgeführt?

Im Februar wird Richard Strauss’ Oper Elektra in konzertanter Form aufgeführt, mit Karita Mattila in der Rolle der Klytämnestra.

Was zeichnet den Liederabend von Benjamin Appl aus?

Benjamin Appl kombiniert Robert Schumanns Dichterliebe mit György Kurtágs Hölderlin-Gesängen und verbindet damit romantische Liedkunst mit zeitgenössischer Musik.

Was ist das Projekt Beethoven 27?

Beethoven 27 ist ein Konzertprojekt von Jan Caeyers, bei dem 27 Schlüsselwerke Ludwig van Beethovens in verschiedenen Ländern der Europäischen Union aufgeführt werden.

Welche Besonderheit bietet das Konzert von Tanya Tagaq?

Tanya Tagaq präsentiert traditionellen Inuit-Kehlkopfgesang namens Katajjak, eine mehrere tausend Jahre alte Gesangstechnik aus Kanada.

Quelle: Hamburger Abendblatt, Webrivaig