Inhaltsverzeichnis
- Bundesverkehrsministerium und Till Steffen
- InfraGo und Schulnoten
- Langenfelde als Schlusslicht
- Notenabfall seit 2021
Bundesverkehrsministerium und Till Steffen
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums erhalten mehr als die Hälfte der besonders sanierungsbedürftigen Stationen keinen konkreten Termin. Stattdessen nennt das Ministerium lediglich den Zeitraum nach 2030.
Betroffen sind zentrale Umsteigepunkte wie Berliner Tor und Barmbek. Beide zählen zu wichtigen Knoten im Netz. Im Zusammenhang mit größeren Infrastrukturmaßnahmen steht auch die Sanierung Hamburg–Berlin.
Steffen hatte gezielt nach Zeitplänen gefragt. Die Antwort fiel knapp aus. Ein exaktes Datum wurde nicht genannt.
InfraGo und Schulnoten
Für die Bewertung des baulichen Zustands vergibt die Bahntochter DB InfraGO Schulnoten von 1 bis 5. Diese Skala gilt für Bahnhöfe und Strecken.
Die besten Noten im Hamburger S-Bahnnetz erhielten
- Ottensen mit 1,3
- Elbbrücken mit 1,7
Ebenfalls gut bewertet wurden Rothenburgsort und Iserbrook.
Insgesamt 15 von 50 Stationen weisen jedoch eine Note von 3,0 oder schlechter auf. Ähnliche infrastrukturelle Probleme wurden bereits bei Hamburgs gefährlichste Radwege thematisiert.
Laut Definition bedeutet die Note 3 normale Abnutzung. Es besteht Instandhaltungsbedarf. Die Sicherheit ist dennoch gewährleistet.
Langenfelde als Schlusslicht
Die schlechteste Bewertung erhielt Langenfelde. Die Station im Hamburger Westen kam auf 3,97. Das ist der niedrigste Wert im gesamten Netz.
Weitere Bahnhöfe sollen immerhin bis 2030 saniert werden. Dazu zählen
- Blankenese
- Eidelstedt
- Elbgaustraße
- Fischbek
- Wandsbeker Chaussee
Die zeitliche Planung bleibt dennoch umstritten. Steffen kritisiert die langen Wartezeiten. Viele Stationen seien weiterhin nicht barrierefrei. Hinweise zur Sicherheit an Verkehrsknotenpunkten finden sich mehr hier.
Notenabfall seit 2021
Bereits im Dezember wurde eine weitere Entwicklung bekannt. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Steffen hat sich das gesamte Netz verschlechtert.
2021 lag die Durchschnittsnote noch bei 2,9. Inzwischen beträgt sie 3,4. Damit hat sich die Gesamtbewertung innerhalb weniger Jahre deutlich verschlechtert.
Die Angaben beruhen auf offiziellen Regierungsinformationen. Weitere Details veröffentlicht das Ministerium auf seiner Website unter bmvi.de.
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend. Mehr Stationen erreichen nur noch mittlere Bewertungen. Konkrete Sanierungstermine fehlen vielfach.
FAQ
Wie bewertet DB InfraGO die S-Bahnhöfe in Hamburg?
DB InfraGO vergibt Schulnoten von 1 bis 5 für den baulichen Zustand von Bahnhöfen und Strecken. Die Bewertung berücksichtigt Abnutzung, Instandhaltungsbedarf und Sicherheitsaspekte.
Welche Stationen haben die besten Noten erhalten?
Die Stationen Ottensen mit der Note 1,3 und Elbbrücken mit 1,7 wurden am besten bewertet. Auch Rothenburgsort und Iserbrook schnitten gut ab.
Welche S-Bahnstation ist am schlechtesten bewertet?
Die Station Langenfelde im Hamburger Westen erhielt mit 3,97 die niedrigste Bewertung im gesamten S-Bahnnetz.
Wie viele Stationen haben eine Note von 3,0 oder schlechter?
Insgesamt 15 von 50 S-Bahnstationen in Hamburg weisen eine Note von 3,0 oder schlechter auf.
Wann sollen die besonders maroden Stationen saniert werden?
Für mehr als die Hälfte der besonders sanierungsbedürftigen Stationen nennt das Bundesverkehrsministerium keinen konkreten Termin. Viele Maßnahmen sind erst nach 2030 vorgesehen.
Wie hat sich die Durchschnittsnote des Netzes seit 2021 verändert?
Die Durchschnittsnote des Hamburger S-Bahnnetzes lag 2021 bei 2,9. Inzwischen ist sie auf 3,4 gesunken.
Quelle: NDR, SN2 WORLD