Dienstag, 30 Dezember 2025 13:35

Silvesterfeuerwerk und Sicherheit

Sicherheit hat Vorrang beim Silvesterfeuerwerk. Sicherheit hat Vorrang beim Silvesterfeuerwerk. Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Der Jahreswechsel bringt laute Knalle und helle Lichter. Gleichzeitig steigen jedes Jahr die Zahlen zu Verletzungen, Bränden und Sachschäden. Rettungsdienste, Ärzte und Sicherheitsstellen warnen vor falschem Umgang mit Feuerwerkskörpern. Auch Umweltbelastung und Angriffe auf Einsatzkräfte gehören zur Bilanz. Hinweise zum allgemeinen Bevölkerungsschutz sind auch im Zusammenhang mit dem Warntag und den Warnsystemen relevant.

Inhaltsverzeichnis:

Illegale Feuerwerkskörper aus dem Ausland

Besonders gefährlich sind nicht zugelassene Produkte, die häufig importiert werden. Sie wirken harmlos, sind aber hochexplosiv. Der TÜV-Verband weist auf schwere Risiken hin. „Ein unsachgemäßer Gebrauch kann zu schweren Verbrennungen oder anderen Verletzungen führen“, so Dr. Hermann Dinkler, Experte für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband. Betroffen sind oft Hände, Finger, Augen und Ohren.

Der Erwerb solcher Ware verstößt gegen das Sprengstoffgesetz. Es drohen Geldbußen bis 50.000 Euro. Möglich sind auch Haftstrafen bis zu drei Jahren. Vergleichbare Sicherheitsprobleme im öffentlichen Raum zeigen sich auch bei Radwegen in Großstädten.

Kategorien F1 und F2 nach Sprengstoffrecht

Feuerwerk wird in zwei Hauptkategorien eingeteilt. Kategorie F1 umfasst Kleinstfeuerwerk wie Wunderkerzen oder Knallerbsen. Kategorie F2 betrifft Böller, Raketen und Verbundfeuerwerk für den Außenbereich.

Wichtige Kennzeichen im Überblick:

  • CE-Zeichen mit Kennnummer der Prüfstelle
  • Registrierungsnummer mit zwei vierstelligen Zahlen
  • Angabe der Kategorie F1 oder F2, zum Beispiel 0589-F2-1234

Fehlen diese Angaben, gelten die Produkte als illegal. Selbst gebastelte Böller sind grundsätzlich verboten. Beschädigte Ware darf nicht verwendet werden.

Zeitliche und räumliche Beschränkungen in Deutschland

Das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 ist nur vom 31. Dezember bis 1. Januar erlaubt. Verstöße können Bußgelder bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen. Zusätzlich gelten feste Verbotszonen.

Feuerwerk ist untersagt in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie bei Reet- und Fachwerkhäusern und Tankstellen. Ergänzende Unterstützungsangebote für Einsatzlagen und Notfälle finden sich mehr hier.

Verletzungen und Erste Hilfe laut Deutschem Roten Kreuz

Bei Unfällen zählt schnelles und richtiges Handeln. Kleinere Verbrennungen sollten gekühlt werden. Großflächige Verbrennungen dürfen nicht gekühlt werden, da sonst Unterkühlung droht. Handverletzungen müssen steril abgedeckt werden.

Bei Augenverletzungen sind beide Augen zu verbinden, um Bewegungen zu vermeiden. Danach ist umgehend ein Krankenwagen zu rufen oder eine Notaufnahme aufzusuchen. Der Jahreswechsel endet häufig mit großen Müllmengen und Sachschäden. Sicheres Verhalten reduziert Verletzungen, Brände und Folgeschäden messbar.

Quelle: NDR, SN2 WORLD

FAQ

Was sind die größten Gefahren bei privatem Silvesterfeuerwerk?

Die größten Risiken sind schwere Verletzungen an Händen, Augen und Ohren, Brände sowie Sachschäden. Besonders gefährlich sind illegale und nicht geprüfte Feuerwerkskörper.

Woran erkennt man legales Feuerwerk in Deutschland?

Legale Feuerwerkskörper tragen ein CE-Zeichen, eine Kennnummer der Prüfstelle, eine Registrierungsnummer mit zwei vierstelligen Zahlen sowie die Kategorie F1 oder F2.

Wann darf Feuerwerk der Kategorie F2 gezündet werden?

Feuerwerkskörper der Kategorie F2 dürfen ausschließlich vom 31. Dezember bis einschließlich 1. Januar abgebrannt werden. Außerhalb dieses Zeitraums drohen Bußgelder.

Welche Strafen drohen beim Kauf illegaler Feuerwerkskörper?

Der Kauf verstößt gegen das Sprengstoffgesetz. Es können Geldbußen bis zu 50.000 Euro sowie Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden.

Was ist bei Verletzungen durch Böller sofort zu tun?

Kleinere Verbrennungen sollten gekühlt werden. Große Verbrennungen dürfen nicht gekühlt werden. Bei Handverletzungen ist eine sterile Abdeckung nötig, bei Augenverletzungen müssen beide Augen verbunden und umgehend medizinische Hilfe gerufen werden.