Donnerstag, 21 August 2025 15:44

Urteil nach Schüssen in Hamburg

Festnahme nach Schüssen am S-Bahnhof Festnahme nach Schüssen am S-Bahnhof Pixabay/Foto illustrativ

Ein 22-Jähriger ist in Hamburg zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn am Donnerstag wegen versuchter Tötung schuldig. Der Fall ereignete sich im Februar am S-Bahnhof im Stadtteil Neugraben-Fischbek. Der Angeklagte hatte auf einen Zivilfahnder geschossen, nachdem er bei einem mutmaßlichen Raub ertappt worden war.

Inhaltsverzeichnis:

Schüsse am Bahnhof Neugraben-Fischbek

Die Ermittler hatten den jungen Mann bei einem Raubdelikt gestellt. Daraufhin zog er eine Pistole und eröffnete das Feuer. Ein Beamter reagierte sofort und schoss mit seiner Dienstwaffe zurück. Verletzt wurde niemand. Der Schusswechsel löste jedoch einen Großeinsatz der Polizei aus.

Polizei mit Hubschrauber und Spürhund im Einsatz

Unmittelbar nach den Schüssen rückten rund 20 Streifenwagen an. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Gebiet. Ein Spürhund durchsuchte die Umgebung. Auf der Flucht warf der Verdächtige die Tatwaffe weg.

  • Pistole: schwarz, scharf, entsorgt unter einem Auto
  • Tasche: gefälschte Gucci-Tasche, in der die Waffe steckte

Drei Stunden nach dem Vorfall nahmen die Einsatzkräfte den Verdächtigen am S-Bahnhof Neuwiedenthal fest.

Urteil des Hamburger Landgerichts

Vor Gericht bestritt der Angeklagte, Polizisten erkannt zu haben. Er gab an, geglaubt zu haben, von Zivilisten verfolgt zu werden. Die Richterin wies diese Darstellung zurück. Nach Auffassung des Gerichts wollte der Mann fliehen und nahm dabei in Kauf, dass der Beamte tödlich verletzt werden konnte.

Sieben Jahre Haft für versuchte Tötung

Die Vorsitzende Richterin stellte klar, dass es sich um einen besonders gefährlichen Vorfall handelte. Es seien erneut Schüsse an einem belebten Ort gefallen. Das Urteil lautet auf sieben Jahre Freiheitsstrafe. Damit soll das Vorgehen des Angeklagten eindeutig sanktioniert werden.

Quelle: NDR, www.milekcorp.com/de/