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Dienstag, 25 März 2025 15:04

Großübung im Hamburger Hafen testet Zusammenarbeit bei Wasserrettung

Realistische Großübung im Hamburger Hafen Realistische Großübung im Hamburger Hafen Foto: pixabay

Im Hamburger Hafen wurde eine realistische Wasserrettungsübung durchgeführt. Über 100 Einsatzkräfte trainierten gemeinsam den Ernstfall. Eingesetzt wurden mehr als 15 Spezialfahrzeuge.

Inhaltsverzeichnis:

Großübung im Hafen Hamburg

Am Dienstag kam es im Hamburger Hafen zu einer groß angelegten Einsatzübung. Ziel war es, die Reaktionsfähigkeit verschiedener Rettungsdienste im Falle eines Unglücks auf dem Wasser zu testen. An der Übung nahmen Einheiten der Feuerwehr, Polizei, Wasserschutzpolizei, DLRG sowie der Hamburg Port Authority teil.

Die Aktion war Teil eines neuen Ausbildungsprogramms, das seit 2023 für professionelle Rettungskräfte gilt. Der Fokus liegt auf der Optimierung der Reaktionszeiten in den ersten Minuten nach einem Unglück. Trainiert wurden Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen.

Verpuffung auf Barkasse simuliert

Szenario der Übung war eine Verpuffung auf einem kleinen Hafenboot, bei der mehrere Personen über Bord gingen. Die Übungspuppen trieben bei nur 4 Grad Celsius im Wasser. Trotz der Simulation beschrieb Jan Peters, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hamburg, die Lage als „absolut realistisch“. Die Rettungseinheiten mussten schnell reagieren und systematisch nach Vermissten suchen.

Ziel war es, die Alarmierungs- und Kommunikationsketten auf ihre Effizienz zu prüfen. Die Organisation der Einheiten auf dem Wasser, der Luftraumüberwachung sowie die Koordination zwischen Wasser- und Landkräften wurden unter realen Bedingungen getestet.

Einsatz moderner Technik auf Elbe und aus der Luft

Insgesamt kamen über 15 Einsatzfahrzeuge zum Einsatz, darunter das Löschboot "Branddirektor Westphal" sowie das Küstenstreifenboot "WS3 Bürgermeister Weichmann". Auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie mehrere Drohneneinheiten unterstützten die Suche nach den vermissten Personen.

Zu den eingesetzten Einheiten zählten:

  • Spezialboote der Feuerwehr Hamburg
  • Rettungsboote der DLRG
  • Fahrzeuge der Wasserschutzpolizei
  • Luftunterstützung durch Polizeihelikopter und Drohnen

Die Nutzung von Drohnen wurde besonders hervorgehoben. Sie lieferten in Echtzeit Luftbilder, die eine schnelle Einschätzung der Lage ermöglichten.

Programm basiert auf internationalem Konzept

Das zugrunde liegende Schulungsprogramm stammt ursprünglich aus der internationalen Seeschifffahrt. Es wurde für den Einsatz auf der Elbe angepasst. Im Jahr 2024 fand eine ähnliche Übung bereits am Simulator statt. Die aktuelle Übung war die erste realitätsnahe Erprobung auf dem Wasser.

Die ersten Rückmeldungen zeigen eine funktionierende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungsdienste. Eine detaillierte Auswertung der Abläufe steht noch aus. Sie soll helfen, bestehende Abläufe weiter zu verbessern.

Die Hamburg Port Authority betonte, dass solche Übungen regelmäßig durchgeführt werden sollen. Damit soll sichergestellt werden, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt – insbesondere in der kritischen Anfangsphase.

Quelle: Tagesschau, www.milekcorp.com/de/