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Dienstag, 18 März 2025 12:30

Deutsche Seehäfen verzeichnen Umschlagszuwachs

Deutsche Seehäfen Deutsche Seehäfen Foto: pixabay

Die deutschen Häfen an der Nord- und Ostsee haben im vergangenen Jahr insgesamt mehr Waren umgeschlagen. Das Statistische Bundesamt meldet ein Plus von rund 2 Prozent. Trotz des positiven Gesamttrends musste Hamburg einen Rückgang von knapp 3 Prozent hinnehmen, bleibt aber der größte deutsche Hafen.

Inhaltsverzeichnis:

Wilhelmshaven mit größtem Zuwachs im Gesamtumschlag

Besonders stark war das Wachstum in Wilhelmshaven. Mit einem Anstieg von fast 16 Prozent verzeichnet der Hafen die höchste Zuwachsrate in Deutschland. Bremerhaven konnte ebenfalls ein deutliches Plus von rund 9 Prozent erreichen. Diese beiden Standorte profitieren vor allem von einem Anstieg beim Container- und Massengutumschlag.

Im Gegensatz dazu verzeichnete Rostock eine negative Entwicklung. Neben Hamburg gehört es zu den wenigen deutschen Häfen, die einen Rückgang beim Gesamtumschlag hinnehmen mussten.

Hamburg mit nur leichtem Plus im Containerumschlag

Beim reinen Containerumschlag konnten die deutschen Seehäfen insgesamt um knapp 5 Prozent zulegen. Hamburg hingegen verzeichnete nur einen Anstieg von rund 1 Prozent. Dadurch verliert die Hansestadt sowohl auf nationaler als auch auf nordeuropäischer Ebene Marktanteile. Die Entwicklung zeigt, dass andere Hafenstandorte in Deutschland und Europa zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Handelsvolumen noch nicht auf Vor-Pandemie-Niveau

Trotz des positiven Trends bleibt das Umschlagsniveau unter dem Stand vor der Corona-Pandemie. Besonders in den Jahren zuvor war der Warenverkehr in den deutschen Häfen rückläufig. Die aktuelle Erholung deutet jedoch darauf hin, dass sich die Lage stabilisiert.

Wichtigster Handelspartner für deutsche Seehäfen sind weiterhin die USA. Auf den weiteren Plätzen folgen Norwegen, Schweden und China. Diese Länder spielen eine zentrale Rolle für den Im- und Export über die deutschen Häfen. Die Entwicklung in den kommenden Jahren wird entscheidend davon abhängen, wie sich der globale Handel und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln.

Quelle: Tagesschau, www.sn2world.com/de