Straßenlärm stresst Kinder
Berlin ist lebendig, vielfältig und ständig in Bewegung – aber Berlin ist auch laut. Wer mit Kindern in der Großstadt lebt, merkt es täglich. Autos fahren dicht aneinander, Sirenen heulen, Baustellen lärmen, Flugzeuge kreisen. Der ständige Geräuschpegel wird zur Kulisse des Alltags. Erwachsene blenden vieles aus. Kinder hingegen erleben Lärm viel direkter. Ihr Gehör ist empfindlicher, ihr Nervensystem noch nicht vollständig ausgereift.
Viele Berliner Kinder wachsen in Wohngegenden auf, in denen der durchschnittliche Schallpegel tagsüber 70 Dezibel und nachts über 60 Dezibel beträgt. Das ist vergleichbar mit einem Staubsauger – rund um die Uhr. Die Frage ist also nicht, ob Lärm stört, sondern wie stark er Kindern schadet. Und was Familien, Bildungseinrichtungen und Städte dagegen tun können.
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