Samstag, 13 April 2024 10:25

Neuer Wohnraum auf ehemaligen Kasernengeländen in Hamburg

Hamburg Hamburg fot: pixabay

In Hamburg, einer Stadt mit stark begrenzten Möglichkeiten für Wohnungsneubauten, eröffnet sich eine neue Chance durch eine Vereinbarung zwischen der Stadt und der Bundeswehr. Diese Übereinkunft ermöglicht es der Stadt, bisher militärisch genutzte Flächen für den Wohnungsbau zu übernehmen. Konkret betroffen sind Teile von zwei Kasernen in Hamburg - Altona, die Generalleutnant - Graf - von - Baudissin - Kaserne und die Reichspräsident - Ebert - Kaserne.

Details der Übereinkunft

Die beiden Kasernen sollen Teile ihres Geländes zur Verfügung stellen, damit auf diesen Flächen Wohnraum geschaffen werden kann. Im Gegenzug erhalten die militärischen Einrichtungen eine Verlängerung ihres Erbbaurechts bis zum Jahr 2136, was ihnen nahezu ein Jahrhundert Planungssicherheit gewährt. Diese Absichtserklärung wurde zwischen dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterzeichnet.

Potenzial für den Wohnungsbau

Es wird erwartet, dass durch diese Maßnahme bis zu 180 neue Wohnungen entstehen können. Diese Wohnungen sollen bevorzugt an Bundesbedienstete zu einer Nettokaltmiete von zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Die schrittweise Freigabe der Randflächen der Militäreinrichtungen soll den seriellen Wohnungsbau ermöglichen und damit eine effiziente und kostengünstige Bauweise fördern.

Die Nutzung ehemaliger militärischer Flächen für zivilen Wohnungsbau ist nicht neu in Hamburg. Bereits 2015 hatte die Bundeswehr Teile der Generalleutnant - Graf - von - Baudissin - Kaserne für den Aufbau eines Containerdorfs zur Verfügung gestellt. Diese neueste Entwicklung ist ein weiterer Schritt zur Linderung der Wohnungsnot in der Stadt und stellt ein beispielhaftes Modell der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und militärischen Einrichtungen dar. Mit der Umsetzung dieses Projekts wird Hamburg einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Wohnsituation leisten können, während gleichzeitig die langfristigen Bedürfnisse der Bundeswehr gesichert sind.

Quelle: welt.de